
Schon Sokrates (469 – 399 v.Chr.) war der Ansicht, dass man die Sache, die zur Diskussion steht, gemeinsam betrachten und überlegen müsse und die Antwort auf die im Raum stehenden Fragen im Gespräch suchen, weil dann alle einen Nutzen haben. Ein wesentliches Bauelement ist das Suchen und Erreichen einer Übereinstimmung, homologia. Ausgehend von gemeinsam anerkannten Voraussetzungen, soll man zu einer von allen akzeptierten Antwort kommen, einen gemeinsamen logos finden.
Nun, das klingt nach den Grundregeln der Mediation, nicht wahr?
Diese homologia wird dann (später) in den einzelnen Menschen verlegt. Das Fehlen dieser inneren Übereinstimmung bringt den Menschen in einen ständigen Widerspruch mit sich selbst. Platon (428 – 348 v.Chr., Schüler von Sokrates) verwendet dafür den musikalischen Begriff asymphonos. Dagegen nennt er ein Leben im Einklang zwischen dem, was man sagt und dem, was man tut, bios symphonos.
Aus dieser Überlegung heraus lässt sich folgern:
Daher kann angewandte Mediation uns allen helfen, ein bios symphonos zu führen!